Wegschauen schützt vor Strafe nicht

Meine Beratung vor Ihrer Veranstaltung und Begleitung während Ihrer Veranstaltung. Damit möglichst die Staatsanwaltschaft nicht klopft.

Vom Zuschauer über den Ersthelfer zum Sachverständiger.

Ich war mitten drin, zuerst als Gast, somit als Zeuge, dann Ersthelfer und im späteren als Sachverständiger. Daraus meine Prävention, Beratung und Praxisvortrag aus diesem tragischen Ereignis. Mit 1 Toten und 19 leicht bis schwer verletzten Teilnehmern in einer Veranstaltung.

Das ist passiert.

Vom Gast zum Ersthelfer.
Eben noch Gast, Zuschauer, sehe ich, wie es zu dem tragischen Unfall kommt. Gemeinsam mit meinem befreundeten Notarzt Alex, der zufällig dabei war, sind wir beide die Ersten an der Unfallstelle. Leisten Erste Hilfe bei dem sterbenden und versorgen die Verletzten.

Entscheidungen. Ich funktioniere.
Alex gibt mir Anweisungen der Reihenfolge, welcher Verletzter zuerst versorgt wird. Mitten im Geschehen müssen wir sofort über Prioritäten entscheiden. Parallel leite ich die Rettungskette ein, Rettungshubschrauber und eintreffende Rettungskräfte werden von mir koordiniert.

Erste Befragungen.
Mit den Rettungseinheiten trifft gleichzeitig die Polizei ein. Es gibt keinen Moment zum „Luft holen“, mitten im Geschehen beginnen die ersten Befragungen.

Seelsorge, keine Zeit.
Zwischenzeitlich treffen die Seelsorger ein. Sie möchte mit mir sprechen. Keine Zeit, als Ersthelfer bin ich noch mitten im Geschehen.

Schock, später vielleicht.
Polizei, Feuerwehr, Rettungskräfte, Mitarbeiter, Dienstleister, Fragen, flehende Blicke, weinende Menschen, unter Schock stehende Teilnehmer. Alle diese sind um mich herum. Ich funktioniere weiter.

Staatsanwaltschaft bittet mich um Mithilfe.
Als Sachverständiger für Veranstaltungen bittet mich die Staatsanwaltschaft um meine Mithilfe. Planungen, Gewerke, Sicherheitskonzept, Genehmigungen, Versicherungen, Haftung und Haftungsverzichte. Fragen zum Veranstalter, der Veranstaltungsstätte und Dienstleister.

Sie mitten drin als verantwortlicher Veranstalter. Ermittlungsverfahren, fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung, Zeugen- und Beschuldigtenvernehmung, Beweismittel, kriminalistische Bewertung, Schuldzuweisungen, Genehmigungen, Versicherungen und Haftung. Hinzukommen die Kollegen als Klugscheißer, die Presse und Ihre Rufschädigung.

In keinem Kurs, Seminar, Hochschule, Akademie, IHK oder Studieninstitut bereitet man Sie auf diese Situation vor. Ich leider ja. Ich hatte Einsicht in die Ermittlungsakten und das Verfahren mit allen Parteien wie Rechtsanwälte, Versicherungen, Krankenkassen, Kläger und Beklagter.

Zielgruppe der Prävention:

  • Veranstalter, Veranstaltungsplaner, Veranstaltungskaufleute
  • Hochschulen
  • Studierende
  • Masterstudierende dieser Fachrichtung
  • Eventmanager
  • Agenturen
  • Meister/innen für Veranstaltungstechnik
  • Dienstleister dieser Fachrichtung
  • Veranstaltungsstätten, Eventlocations
  • Mitarbeiter, die für ihre Firma einen Event organisieren

Dunkelziffer

Aus meiner Erfahrung erfährt man in der Öffentlichkeit zu 90% nichts über die tragischen Ereignisse. Verständlich, welcher Veranstaltungskaufmann, Agentur oder Firma möchte darüber sprechen.

Auszug wahre Vorfälle:

    • Fahr-Event wird zu Fast and Furious, Mietwagenfirma unterschätzt Gefahrenpotenzial
    • Ein Toter beim Fahr-Event in Dubai, deutsche Agentur fahrlässig
    • Sechs Menschen verlieren ihr Leben, Veranstaltung in Schneizlreuth durch Eventagentur
    • 21 tote Besucher und 541 Verletzte, Love-Parade 
    • 67 Verletzte bei Bühneneinsturz, Musikveranstaltung
    • Team-Event mit 31 Verletzten bei Feuerlauf

Abschließend

In meinen Beratungen und Praxisvorträgen erfolgt von mir keinerlei Rechtsberatung. Die Rechtsberatung obliegt ausschließlich dem Gastreferent Rechtsanwalt. Die medizinische Sichtweise erfolgt durch den damals vor Ort befindlichen Rettungsnotarzt. Die versicherungsrelevanten Umstände werden von einem Versicherungsfachmann erläutert.

Letztendlich

stehen Sie als Veranstalter immer mit einem Bein im Gefängnis. Ich sorge dafür, dass Sie nicht zu lange im Knast sitzen.